Knochenaufbau / Sinuslift und Kieferhöhlenverschiebung
Als Sinuslift oder Augmentation (Aufbau) des Kieferhöhlenbodens wird eine besondere Art des Knochenaufbaus bezeichnet. Kieferhöhlenverschiebungen kommen hauptsächlich in Kombination mit Implantaten zur Anwendung.
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Beschreibung
• Ursache
• Vorgehen
• Vorteile / Nachteile
Fragen
Beschreibung
Ursache
Die luftgefüllte Kieferhöhle liegt in unmittelbarer Nachbarschaft
zu den Wurzeln der Oberkiefer-Seitenzähne. Nach einer Zahnextraktion (Zahn
ziehen) kommt es häufig zu Knochenabbau. Die Knochenstärke zwischen
Mund- und Kieferhöhle reduziert sich. Bei starkem Knochenabbau wird eine
einfache Implantation erschwert
oder verhindert.
Als direkte Folge davon muss mit einer Augmentation (Knochenaufbau) der
Kieferhöhlenboden angehoben werden um
einem Implantat genügend Platz
zu bieten.
Vorgehen
Unter Lokalanästhesie (Spritze)
wird mit einer Inzision (Einschneiden) die Mundschleimhaut vom Knochen
gelöst. In einem zweiten Schritt wird der Kieferknochen perforiert (durchbohrt)
und die Kieferhöhlenschleimhaut vorsichtig abgelöst. Dieser Vorgang
ist sehr heikel und kann zum Einreissen der zu Teil sehr dünnen Kieferhöhlenschleimhaut
führen. Sollte die Schleimhaut massiv einreissen, verhindert dies
einen Knochenaufbau und somit auch eine Implantation.
Der durch das Abheben der Schleimhaut entstehende Hohlraum wird mit künstlichem Knochenmaterial oder Eigenknochen gefüllt und mit einer Membran zugedeckt. Am Schluss der Operation wird die Mundschleimhaut wieder reponiert (in die ursprüngliche Lage gebracht) und mit einer Naht fixiert.
Wenn der Kieferhöhlenboden nicht allzu stark aufgebaut werden muss, so kann die Implantation gleichzeitig mit dem Sinuslift erfolgen (einzeitiger Sinuslift). Bei grösseren Aufbauten erfolgt die Implantation erst sechs Monate verspätet (zweizeitiger Sinuslift).
- Auch bei schlechtem Knochenangebot kann implantiert werden
- Die Implantat-Überlebensdauer wird nicht beeinträchtigt
Nachteile
- Aufwändig und deshalb teuer
- Heikler Eingriff
Die Kieferschleimhaut kann reissen und so eine Implantation verhindern - Zusätzlicher operativer Eingriff bei zweizeitigem Sinuslift
Fragen
Ist eine Kieferhöhlenverschiebung gefährlich?
Nein. Es ist jedoch ein heikler Eingriff, da beim Ablösen der
Kieferschleimhaut zum Teil Risse entstehen. Der Sinuslift wird erheblich
erschwert, oder gar verhindert. Somit wird auch die anschliessende
Implantation unmöglich gemacht.
Bin ich nach einer Kieferhöhlenverschiebung arbeitsunfähig?
Nein. Es ist aber mit einer erheblichen Schwellung im Operationsgebiet zu rechnen.