Knochenaufbau
Weitere Themen zu Knochenangebot / Knochenaufbauten
Bei mangelhaftem Knochenangebot erfolgt ein Knochenaufbau mit fremdem oder eigenem Knochenmaterial. Knochenaufbauten werden vor allem in Kombination mit Implantaten verwendet.
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Beschreibung
• Vorausgehende Augmentation
• Gleichzeitige Augmentation
• Vorteile / Nachteile
Fragen
Beschreibung
Knochenaufbauten dienen der Widerherstellung von verloren gegangenem Knochenvolumen. Häufig tritt nach Zahnextraktionen innerhalb von wenigen Monaten bis Jahren ein massiver Knochenabbau ein. Will man die nach der Zahnextraktion entstandene Lücke mit einem Implantat schliessen, ist dies oft nicht ohne Knochenaufbau möglich.
Für Knochenaufbauten gibt es verschiedene Verfahren. Im Zusammenhang mit Implantaten unterscheidet man zwischen:
- Vorausgehender Augmentation (Aufbau)
- Gleichzeitiger Augmentation
Vorausgehende Augmentation
Bei grösseren Knochendefekten ist immer eine vorausgehende Augmentation
nötig. Dabei kommt hauptsächlich körpereigener Knochen zur Anwendung. Dieser wird bevorzugt im Retromolarraum (hinter dem letzten Zahn im Unterkiefer) oder in der Kinn-Region entnommen. Nur bei extrem ausgedehnten Knochendefekten ist eine Knochenentnahme ausserhalb des Mundes erforderlich. In diesen Fällen
erfolgt die Knochenentnahme meist in der Beckenkamm-Region.
Bei vorausgehender Augmentation kann das Implantat erst sechs Monate später inseriert (eingesetzt) werden. Der Aufbau muss zuerst mit dem Kieferknochen zusammenwachsen. Die Nachteile bei vorausgehender Augmentation sind einerseits die erhöhte Anzahl an operativen Eingriffen. Andererseits ergibt sich durch die Entnahmestelle ein zweites Wundgebiet, welches zudem relativ schmerzhaft ist.
Gleichzeitige Augmentation
Die gleichzeitige Implantation und Augmentation kommt
bei relativ kleinen Knochendefekten zur Anwendung. Der Aufbau erfolgt meist
mit künstlichem Knochenersatzmaterial, welches innerhalb von sechs bis zwölf
Monaten von eigenem Knochen durchwachsen wird. Die Verwendung von Knochenersatzmaterial
macht die Entnahme von Eigenknochen überflüssig, so dass kein zweites
Wundgebiet entsteht.
Als zweites Einsatzgebiet von Knochenaufbauten sind lokale Knocheneinbrüche bei Parodontose-Erkrankung zu nennen.
- Implantation auch bei grossen Knochendefekten
Nachteile
- Zusätzliche Kosten
- Aufwändig und zeitintensiv
Vor allem bei vorausgehender Augmentation
Fragen
Hat ein Knochenaufbau Nebenwirkungen?
Knochenaufbauten haben in der Regel keine bleibenden Nebenwirkungen. In seltenen Fällen kann es aber bei Knochenentnahme aus der Kinnregion zu einer Sensibilitätsstörung kommen. Das heisst, die Berührungs-Wahrnehmung im Entnahmegebiet kann leicht gestört sein.
Funktioniert ein Knochenaufbau immer?
In der Zahnmedizin gibt es bei keiner Therapie eine 100 prozentige Garantie
auf Erfolg. Die Erfolgsaussichten sind, zumindest bei Knochenaufbauten im
Zusammenhang mit Implantaten, sehr hoch.